Grafikkarte


Die Grafikkarte ist eine wichtige Komponente in jedem Computer, da sie die visuelle Ausgabe der errechneten Elemente steuert und zugleich bei der Errechnung, ebenso wie der Prozessor, beisteuert. In einem gewöhnlichen Ablauf würde der Prozessor also bestimmte Vorgänge und Daten errechnen, die die Grafikkarte dann in ein visuelles Bild umwandelt, damit dieses vom Monitor (oder einem anderen Anzeigegerät) entsprechend dargestellt werden kann. Grafikkarten gehören beim PC, sofern es sich um ein qualitativ hochwertiges Modell handelt, zu den eher kostspieligen Elementen.


Grafikkarten in der Praxis


Die Grafikkarten können entweder bereits auf der Hauptplatine des Computers verbaut sein (OnBoard Grafikkarten) oder werden separat auf das Mainboard gesteckt, was in der Praxis vor allem bei leistungsstarken PCs der Fall ist. Die Grafikkarte wird dann beispielsweise über die PCI, AGP oder PCI Express Schnittstelle angeschlossen, in der Vergangenheit wurden dafür unter anderem auch VLB oder ISA genutzt. Die erste Grafikkarte, die tatsächlich als solche bezeichnet werden konnte, erschien im Jahr 1981, wobei die Entwicklung natürlich keinesfalls still stand. Mittlerweile gelten unter anderem AMD als auch Nvidia als die führenden Hersteller für Grafikkarten, welche beide regelmäßig neue Modelle in unterschiedlichen Preisklassen und mit unterschiedlich starker Leistung veröffentlichen.


Weil die Grafikkarten in der Praxis eine Vielzahl von Daten umwandeln müssen, besonders natürlich bei Spielen oder Videobearbeitungsprogrammen, besitzen diese einen integrierten Kühler, der die Temperatur der Karte steuert. Moderne Varianten vertrauen auf eine passive oder eine Wasserkühlung. Bei der passiven Kühlung befindet sich in der Karte ein Kühlkörper verbaut, der diese auf akzeptablem Temperaturniveau hält, ohne dass dafür die eigentlich aktive Lüftung angeschaltet werden muss. Bei der Wasserkühlung wird diese, wie auch beim Prozessor, in das komplette System mit eingebunden. Beim Kauf einer Grafikkarte ist zudem zu beachten, dass die prominenten Hersteller der Chips (AMD und Nvidia) diese auch an Drittunternehmen weitergeben. Folglich können Chips in leicht abgewandelter Form auf verschiedenen Karten verbaut sein, was wiederum sowohl die Leistung als auch den Preis beeinflusst.


Treiber für Grafikkarten als Notwendigkeit


Treiber sind für die Grafikkarte eine absolute Notwendigkeit, zumal diese, anders als für viele weitere Komponenten, regelmäßig vom Hersteller gepflegt und aktualisiert werden. Notwendig ist das vor allem durch Spiele, die wiederum auf verschiedene Technologien zurückgreifen. Damit diese aktuellen Spiele einwandfrei funktionieren und die Grafikkarte das Optimum ihrer Leistung abrufen kann, werden Treiber entsprechend neuer Spiele-Veröffentlichungen angepasst. Nicht selten werden für prominente Grafikkarten daher mehrere Treiber im Jahr veröffentlicht, welche vom Anwender auch installiert werden sollten, um die Leistung der Karte zu verbessern.


Schaut man sich die Historie der Grafikkarten-Treiber an, fallen diese spieleabhängigen Aktualisierungen sofort ins Auge. Weiterhin sorgen mit der Grafik verbundene Technologien, wie zum Beispiel DirectX, für notwendige Treiberupdates. Bei der Wahl des Treibers ist explizit darauf zu achten, dass dieser sowohl zum Chipsatz als auch zum exakten Modell der Grafikkarte passt.


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